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Freitag, 26. März 2010 11:37

Van Almsick unterstützt Anti-Doping-Kampagne

Franziska van Almsick unterstützt die Kampagne "Mit Doping ist alles umsonst" der Initiative Sportstandort Deutschland. "Wir müssen uns der Verantwortung bewusst werden, die wir als Vorbilder für die Jugend haben", sagte die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin in Berlin.

Diskussion: Stephan Althoff (DTAG), Franziska van Almsick, Bela Anda, Christoph Bergner, Dagmar Freitag und Ingo-Rolf Weiss (DOSB).

Diskussion: Stephan Althoff (DTAG),
Franziska van Almsick, Bela Anda,
Christoph Bergner, Dagmar Freitag
und Ingo-Rolf Weiss (DOSB).

Engagiert gegen Doping: Franziska van Almsick

Engagiert gegen Doping: Franziska
van Almsick

Danbar für greifbares Ergebnis: Christoph Bergner

Danbar für greifbares Ergebnis: Christoph
Bergner

Will Ressourcen und Synergien kreativ nutzen: Dirk Huefnagels

Will Ressourcen und Synergien kreativ
nutzen: Dirk Huefnagels

Vor allem als Mutter sei ihr daran gelegen, dass die Jugendlichen in "geregelten Bahnen" aufwachsen: "Das ist aber ein globales Thema. Wir brauchen ein international standardisiertes Regelwerk mit klaren Konsequenzen. Eine zweijährige Strafe für Dopingsünder hat heute kaum eine abschreckende Wirkung", erklärte van Almsick im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom, zu dem S20, die Vereinigung der Top-Sponsoren in Deutschland geladen hatte.

Bildergalerie des Parlamentarischen Abends
Kampagnenstart: "Mit Doping ist alles umsonst"

Auch Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag,
schloss sich van Almsick an: "Prävention ist der entscheidende Ansatz. Wir müssen die Jüngsten erreichen, sie dafür sensibilisieren, dass Manipulation im Sport nichts zu suchen hat. Deshalb geht die Antidoping-Kampagne in die richtige Richtung", sagte Freitag.
 
Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, sieht in der Kampagne "auch einen Paradigmenwechsel der Wirtschaft. Zwar verbindet die Wirtschaft mit ihrem Sponsoring ein berechtigtes Kommunikationsinteresse, zugleich ist diese Kampagne ein erster Schritt, durch Mitwirkung in der Dopingbekämpfung Verantwortung in den Sport zu tragen. Damit trägt die Wirtschaft wesentlich zur Verbesserung der sportpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland bei."

Nicht zuletzt deshalb ist Bergner "dankbar, dass wir ein Jahr nach Gründung der Initiative Sportstandort Deutschland in einem der Brennpunkte unserer Bemühungen ein greifbares Ergebnis vorweisen können. Dies ist ein wichtiges Signal, dass wir auch auf anderen Feldern vorankommen."

Bestätigt wird Bergner darin von S20-Vorstand Dirk Huefnagels, für den die Kampagne "ein erster Schritt" ist. Laut des Marketing-Chefs der HypoVereinsbank sei in vielen gesellschaftlichen Bereichen ein "Vertrauensverlust der Bevölkerung" zu verzeichnen. Hier gelte es, "glaubwürdig und langfristig" verlorenes Terrain wieder gut zu machen. Huefnagels machte zudem deutlich, dass die Wirtschaft allein mit finanziellen Mitteln nicht alle Probleme lösen könne. Vielmehr sei es wichtig, vorhandene Ressourcen und Synergien "kreativ zu nutzen".

Die Kampagne "Mit Doping ist alles umsonst" sei ein gelungenes Beispiel dafür. So sieht es auch Dr. Göttrik Wewer, Geschäftsführer der Nationalen Antidoping-Agentur NADA: "Das ist ein Signal, dass der Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik und Sport Früchte trägt."

Einen anderer Aspekt ist für Ingo-Rolf Weiss, Vizepräsident im Deutschen Olympischen Sportbund, von nicht zu unterschätzender Bedeutung. "Wir sind dankbar, dass die Wirtschaft sich dieses Themas angenommen hat. Allein schon deshalb, weil es nun noch breiter in der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Nur dadurch können wir die Menschen dafür sensibilisieren. Dazu trägt die Kampagne bei."