Im Rahmen von Fachveranstaltungen, Events und bei anderen professionellen Berührungspunkten ergeben sich verschiedene Kontakte. Dabei wurde immer wieder festgestellt, dass die Sponsoren keine eigene Lobby haben und ein geregelter Austausch wünschenswert wäre. Im Jahr 2004 gab es dann die ersten Ideen, eine Interessenvertretung für Sponsoren zu organisieren. An diesem Prozess waren mehr oder weniger die Personen beteiligt, die nun auch zu den Gründungsmitgliedern zählen.
Sponsoren stellen immer wieder fest, dass sie mit den Problemen, die sich aus dem Umgang mit dem Instrument Sponsoring ergeben, weitgehend allein dastehen. Dies fördert intransparente Strukturen. Insbesondere in Bezug auf die Sponsoreninteressen gegenüber den Vermarktern, den Medien und der Politik, aber auch im Sinne der Anerkennung des Instrumentes an sich gilt es, Defizite zu kompensieren.
S20 ist ein eingetragener Verein.
adidas AG, Allianz SE, Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG, Coca-Cola Deutschland, Daimler AG, Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG, Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, Deutsche Postbank AG, RWE Energy AG und Siemens AG.
Die Finanzierung von S20 basiert auf einem Mitgliedsbeitrag der ordentlichen Mitglieder.
Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme neuer Antragsteller.
S 20 wird sich zunächst auf eine begrenzte Auswahl von namhaften Unternehmen konzentrieren, die alle nachweislich das Instrument Sponsoring nachhaltig besetzen und nutzen. Die Größenordnung von etwa 20 Mitgliedern erscheint für diese Zwecke ausreichend und zielführend. Nach einer mittelfristigen Entwicklungsphase, in der die Positionierung und einzelne Tätigkeitsfelder festgelegt werden, ist eine weitere gezielte Expansion in Richtung Europa möglich.
Ordentliche Mitglieder können Unternehmen werden, die auch im deutschen Markt tätig sind und das Kommunikationsinstrument Sponsoring aktiv nutzen.
Wenn Antragsteller über entsprechende Erfahrungen und Kompetenzen im Sponsoring verfügen und andere Kriterien nicht dagegen sprechen, ist die Mitgliedschaft von mittelständischen Unternehmen durchaus willkommen.
Da sich S 20 eindeutig auf das Instrument Sponsoring fokussiert, ist eine gewisse Erfahrung damit sicher wünschenswert. Aber auch der Einstieg in das Thema könnte unter Umständen ein legitimer Anlass sein.
Dies ist prinzipiell möglich, das Unternehmen sollte jedoch auch auf dem deutschen Markt tätig sein.
S20 beschränkt sich insofern auf den deutschen Markt, als die Mitglieder hier auch tätig sein müssen. Viele der genutzten Sponsoringplattformen sind jedoch international oder sogar global ausgerichtet. Von daher gibt es hierzu sicher auch einen internationalen Fokus.
Neben dem bereits gewählten Vorstand gibt es die Mitgliederversammlung, deren Mitglieder das Wahlrecht ausüben und die dreimal jährlich stattfindet.
Darüber hinaus wurde ein Beirat berufen. Die Mitglieder des Beirates wurden von der Mitgliederversammlung gewählt. Der Beirat hat die Funktion einer fachlichen Beratung in bestimmten Themenfeldern wie beispielsweise der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen.
Fachausschüsse wurden ebenfalls eingerichtet. Diese erarbeiten Lösungen zu bestimmten Fragestellungen in den verschiedenen Fachgebieten.
S20 ist zunächst einmal der Zusammenschluss einzelner Unternehmen, die das Kommunikationsinstrument Sponsoring strategisch und taktisch auf vielfältige Weise nutzen. Übergeordnetes Ziel ist dabei, die gemeinsamen Interessen und Positionen zu bündeln und mit einer Stimme gegenüber anderen Interessengruppen zu vertreten.
Zu diesen anderen Interessengruppen zählen insbesondere die politischen Institutionen, vermarktende Organisationen und Rechteinhaber, die Medien, die Wissenschaft und im weiteren Sinne auch eine relevante Öffentlichkeit.
Als weiteres Ziel will S20 einen klaren Beitrag zur Weiterentwicklung und Professionalisierung des Sponsorings leisten. Dazu gehören Kooperationen mit Wissenschaftlern und Universitäten, aber auch die Förderung von Forschung und Lehre.
Grundlagen jeglicher Verhandlungen sind der Dialog, das offene Gespräch und eine transparente Kommunikation. S20 wird nach und nach den Kontakt zu den einzelnen Stakeholdern aufbauen und vertiefen.
Genau dies ist ja ein wichtiger Grund für die Formierung von S20. Die einzelnen Unternehmen sind bislang den herrschenden Marktregeln allein ausgesetzt und müssen ihre Forderungen und Wünsche verfechten. Durch S20 soll ein Gegengewicht zu den vorhandenen Kräften geschaffen werden, um künftig den gemeinsamen Interessen der Sponsoren mehr Gewicht zu verleihen. Immerhin tragen die Sponsoren in Deutschland mit einem Gesamtvolumen von rund 2,7 Milliarden EUR allein im Sport das größte Investment. Und dies mit steigender Tendenz.
S20 sieht sich nicht im Wettbewerb zu den vorhandenen Verbänden. Diese leisten hervorragende Arbeit. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Vielfalt der relevanten Themenfelder im Sponsoring und die daraus resultierenden Problemstellungen für einen breit aufgestellten Verband nicht ausreichend besetzt sind. Sponsoring als Kommunikationsinstrument bedarf aus Unternehmensperspektive einer sehr spezifischen Vertretung. Deshalb haben sich die Initiatoren für eine eigenständige Organisation entschieden.
Der FASPO macht seit Jahren gute Arbeit und hat einen großen Beitrag zur Professionalisierung der Branche geleistet. Dies wird auch von S20 anerkannt und begrüßt. Der FASPO umfasst jedoch in seiner Mitgliederstruktur und Ausrichtung den gesamten Sponsoringmarkt, also Sponsoren, Agenturen und Vermarkter.
S20 vertritt dagegen ausschließlich die Interessen der Sponsoring treibenden Unternehmen. Und dies nicht nur für Deutschland, sondern international. Diesen Bedarf kann der FASPO nicht abdecken, da er sich damit teilweise gegen die Interessen seiner Mitglieder wenden würde.
S20 positioniert sich als die Stimme der Sponsoren. Und zwar ausschließlich der Sponsoren. Der FASPO ist als Branchenverband richtig und wichtig und wird von S20 nicht in Frage gestellt. Dennoch sehen die Initiatoren für S 20 Eigenständigkeit und Unabhängigkeit als maßgeblich für ihre Arbeit an. Daher hat man sich auch keinem der anderen Verbände angeschlossen.
Es gibt sicher einige Themenfelder, die sich überschneiden und in denen der FASPO bereits hervorragende Arbeit geleistet hat. Hier stehen wir in einem Austausch miteinander.
Die größten und stärksten Kommunikationsplattformen bietet der Sport. Daher nimmt der Sport auch eine zentrale Bedeutung für S20 ein. Aber auch andere Umfelder und Plattformen sowie Projekte mit ökologischen oder sozialen Anliegen werden in die Arbeit mit einbezogen. So haben wir Anfang 2010 eine Arbeitsgruppe für Kultursponsoring gegründet.
Es ist S20 ein zentrales Anliegen, diese Vorurteile zu entkräften. In den Unternehmen beschäftigen sich ganze Abteilungen auf hohem professionellem Niveau mit den verschiedensten Marketing- und Kommunikationsinstrumenten. Und diese werden den Zielvorgaben entsprechend eingesetzt, überwacht und dokumentiert. Durch kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird S20 an der Korrektur des überkommenen Bildes von Sponsoring arbeiten.
Der Wirkungsgrad von Sponsoring ist wissenschaftlich belegt und daran gibt es auch gar keine Zweifel. S20 will in dieser Fragestellung durch Kooperationen mit Wissenschaft, Marktforschung und Universitäten für weitere Erkenntnisse sorgen.