Hochkarätig besetzte Runde diskutiert Formel E

22.05.2019

Bei einer Podiumsdiskussion in München widmete sich die S20 mit hochkarätigen Gästen dem Thema „Die Formel E als Plattform für Sponsoring und Nachhaltigkeit“. Dabei ging es um die Entwicklung der Formel E seit ihrem Start 2014, die Aktivierungen der Sponsoren, den Stellenwert der Rennserie und die Frage, wie sie das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit transportiert. Auf dem Podium saßen der Gründer und CEO der Formel E, der Spanier Alejandro Agag, Formel E-Fahrer Jerome d’Ambrosio, DTM-Champion Mattias Ekström und Florian Scheiblbrandner von Sponsor Allianz. Moderator war Jochen Breyer (ZDF).

Entstanden ist die Idee der Formel E 2011. Agag und FIA Präsident Jean Todt skizzierten ihre Pläne auf einer Serviette. Seit dem Start der Rennserie drei Jahre später in Peking hat sich die Formel E zu einer globalen Entertainment-Plattform mit Motosport im Zentrum entwickelt – dem etwas anderen Motorsport ohne das laute Geheul von Motoren. Was Mattias Ekström vermisst, d’Ambrosio aber gar nicht. Aufgrund der Regeln der Formel E sind die Teams sehr ausgeglichen unterwegs, was zu vielen Siegern und spannenden Rennen führt – aber auch dazu, dass die „Helden“ der Rennserie fehlen. Was sich durchaus auf die Popularität der Formel E auswirkt. In Bezug auf das Geschäft mit Sponsoren steht die Formel E sehr gut da und Alejandro Agag und die Sponsoren betonten, dass die Flexibilität der Organisation sicher dazu beiträgt.

Für die Sponsoren sind die Themen Technologie und Umweltschutz besonders relevant. Um das den Zuschauern nahe zu bringen, setzen sie auf verschiedene Aktivierungen. Die Allianz etwa baut bei allen Rennen ihr E-Village auf, in dem die Zuschauer interaktiv neueste Technologien erleben und das sich großer Beliebtheit erfreut. DHL zum Beispiel hat den „grünen“ Transport, E-Mobilität und ihr Umweltziel „Zero Emissions“ im Fokus und nutzt durchaus auch die Tage rund um die Rennen, um in den Städten die Bevölkerung aufmerksam zu machen.

Mit einer Formel 1 mit ihrer sehr klangen Historie kann die Formel E natürlich nicht mithalten. Aber alle Diskutanten waren sich einig, dass sich der Motorsport der Formel 1 über kurz oder lang verändern wird oder besser muss. Denn Umwelt und Nachhaltigkeit spielen auch für immer mehr Fans eine große Rolle.

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