Anti-Doping-Gesetz ist „wichtiger Schritt zur Abschreckung“

11.11.2014

S20, die Vereinigung führender Sportsponsoren in Deutschland, begrüßt die Aussicht, dass der Bund mit einem Anti-Doping-Gesetz der Leistungsmanipulation entschiedener Einhalt gebieten will. Gleichzeitig betonte S20, dass Doping nicht die einzige Ausprägung von Manipulation im Sport sei. Bestechung, Wettmanipulation und andere Auswüchse müssten ebenfalls dringend thematisiert und auch politisch angegangen werden.

„Die Unternehmen, die bei S20 zusammengeschlossen sind, haben sich stets klar gegen Doping ausgesprochen. Wir haben bei diesem Thema regelmäßig Kontakt zur NADA und finden, dass weitergehende Strafen auch durch den Staat ein wichtiger Schritt zur Abschreckung sein können“, so Stephan Althoff, Vorsitzender von S20. Wie diese Strafen im Einzelnen aussehen und welche Vergehen genau bestraft werden können, müssten die Gespräche der kommenden Monate zeigen.

Es sei wichtig, dass Sport und Staat bei der Umsetzung eines Anti-Doping-Gesetzes eng zusammenarbeiten und sich nicht gegenseitig behindern. „Denn die Sanktionen der Sportverbände sind in der Regel unmittelbar und das muss auch so bleiben“, so Althoff. Gleichzeitig plädiert S20 dafür, dass Staat und Sport gemeinsam den Ausbau von Präventionsmaßnahmen angehen. Denn das sei die beste Möglichkeit, dass Nachwuchssportler Doping erst gar nicht in Betracht ziehen und der Gesetzgeber nicht aktiv werden müsse.

Zu den Werten von S20 gehört das Bekenntnis zum Leistungsprinzip. Leistungen müssen jedoch fair erbracht werden. Deshalb verurteilt S20 Doping und unterstützt den Kampf gegen Doping. „Wir verstehen Sponsoring als – in der Regel vertraglich untermauerte – Partnerschaften, die von beiden Seiten partnerschaftlich und fair gelebt werden. Mit Doping wäre die Partnerschaft zerbrochen, und dazu haben unsere Unternehmen auch feste Klauseln in ihren Verträgen“, sagte Althoff.

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