Olympia-Bewerbung: Hörmann will sich nicht unter Druck setzen lassen

05.12.2019

Trotz drängender Fragen von allen Seiten will sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei der Entscheidung über eine mögliche deutsche Bewerbung um Olympische Spiele nicht unter Druck setzen lassen - auch nicht auf seiner 16. Mitgliederversammlung am Samstag in Frankfurt/Main, zu der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erwartet wird.

Eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele sei generell das "mittelfristige Ziel" des deutschen Sports, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann dem SID. "Die Frage, ob und wann bzw. mit welcher Stadt oder Region, muss aufgrund der gemachten Erfahrungen in den vergangenen Jahrzehnten jedoch sehr genau geprüft und sorgfältig abgewogen werden", so Hörmann. Der DOSB war zuletzt mit Bewerbungen für München (2022) und Hamburg (2024) am Bürgervotum gescheitert.

In Frankfurt dabei ist auch Michael Mronz, Gründer der Olympia-Initiative Rhein Ruhr 2032. Ein gemeinsamer Landtags-Beschluss der Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in NRW zur Bewerbung für die Spiele 2032 gab dem Konzept zuletzt Rückenwind. "Wir stehen dazu in regelmäßigem Austausch mit dem DOSB", erläuterte Mronz.

Hörmann lobte den Landtags-Beschluss. "Zweifelsohne hat Rhein-Ruhr durch den im November getroffenen Grundsatzbeschluss im Landtag für eine Bewerbung nunmehr eine klare politische Willensbekundung dokumentiert", sagte der 59-Jährige. Allerdings hatte der DOSB-Präsident nicht gerade zur Freude von Mronz auch eine mögliche Bewerbung Berlins für 2032 begrüßt.

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