Wieder Änderung bei der Reform: DOSB verzichtet auf Clusterung

04.12.2018

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rückt weiter von der ursprünglichen Reform zur Leistungssportförderung ab. Die strikte Einteilung von Sportarten und Disziplinen beim Potenzial-Analyse-System (PotAS) in drei Fördergruppen, die sogenannte Clusterung, werde für die Sommersportarten abgeschafft. Einen entsprechenden Bericht der FAZ bestätigte der DOSB dem SID.

"Im Zuge der Evaluierung sind PotAS-Kommission, BMI und DOSB bereits zu dem Ergebnis gekommen, die bisherige Clusterung in der Normalverteilung zu ersetzen", teilte der DOSB auf SID-Anfrage mit. Zukünftig sollen die Sportarten und Disziplinen nach den Attributen Erfolg, Potenziale und Strukturen gesondert bewertet und in einem Gesamtergebnis zusammengefasst werden.

Das bezieht sich zunächst nur auf die 24 Sommersportverbände. Die Wintersportverbände wurden bereits evaluiert und in drei Cluster aufgeteilt, das soll auch zunächst so bleiben. Durch den Verzicht auf die automatische Clusterung wird PotAS zu einem reinen Instrument des Qualitätsmanagements reduziert.

"Prägendes Merkmal ist und bleibt die Potenzialorientierung", sagte der für den Spitzensport verantwortliche Vorstand im DOSB, Dirk Schimmelpfennig der FAZ. Die Änderung resultiere aus der Erfahrung mit der Analyse des Wintersports. Dort hatten nach automatischer Clusterung Eistanz unterhalb und Snowboard Cross oberhalb der Potenzialschwelle gelegen, obwohl beide Disziplinen 234 Punkte aufwiesen. Das führte zu Verwirrungen. (sid)

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